ETB 04.01.2013

Truppstärke: 0/1/2/3

Nach dem Schlauchbootunfall auf der Lahn wurde am Freitag, dem 4. Januar 2013, die Suche nach den zwei vermissten Männern durch den DLRG-Bezirk Westerwald-Taunus und die DLRG Andernach mithilfe eines Sonargeräts und Einsatztauchern unter Wasser fortgesetzt.
Die beiden 19 und 22 Jahre alten jungen Männer waren vor dem Jahreswechsel bei Hochwasser gegen Mitternacht mit einem Schlauchboot an der Wehranlage bei Lahnstein in der starken Strömung gekentert. Einer der beiden wurde sofort von der Wasserwalze des Wehrs erfasst, während der Andere noch um Hilfe rufen konnte. Die direkt angelaufene große Such- und Rettungsaktion in der Nacht durch Polizei, Feuerwehr und THW mit Booten, Tauchern, Rettungshunden und einem Hubschrauber blieb ohne Erfolg.
"Wir weisen immer wieder auf die Gefahren von Wehren und Schleusen an unseren Flüssen hin", antwortet der Leiter Einsatz- und Ausbildung der DLRG Andernach Michael Seimetz auf die Frage nach den Gefahren einer Wasserwalze. "Für solche Rettungsaktionen haben wir speziell ausgebildete Strömungsretter, welche die Rettung aus solchen Gefahrensituationen immer wieder trainieren und die wie unsere Einsatztaucher jederzeit einsatzbereit sind."

Die beiden DLRG-Taucherteams aus Diez und Andernach warteten mitunter auf Ergebnisse der Suche mit dem Sonargerät. Dieses Gerät von der DRLG Ransbach-Baumbach ist in der Lage, Gegenstände bis auf den Grund des Flussbettes zu orten und über GPS genauestens zu lokalisieren. Zusammen mit dem Bootsteam der DLRG Andernach untersuchten die Kollegen aus Ransbach-Baumbach, Diez und Montabaur den gesamten Bereich des Unglücksortes bis zur Rheinmündung. Die ebenfalls anwesende Wasserschutzpolizei WSP 15 sperrte indes den Bereich großräumig.
Diese Suche war sehr zeitaufwendig, da man nur mit einer Geschwindigkeit zwischen 4 bis 6 km auf dem Wasser fahren darf, um brauchbare Ergebnisse zu erlangen. Dies verlangte äußerste Konzentration des Bootsführers und der Sonarmannschaft. Einzelne Hinweise auf mögliche Suchtreffer wurden von den dann unmittelbar eingesetzten Tauchern als täuschend echtes, aber nicht zutreffendes Ergebnis identifiziert. Nach rund sieben Stunden intensiver Suche wurde mit Einbruch der Dunkelheit die Suche eingestellt.
Auch wenn die heutige Suche nicht mit einem Erfolg endete, so kann man in jedem Fall die gute und reibungslose Zusammenarbeit sowohl zwischen den einzelnen Hilfsorganisationen als auch die Kooperation der einzelnen DLRG Ortsgruppen als vorbildlich attestieren, erklärte der Bezirksleiter des DLRG Bezirks Westerwald-Taunus Henner Mattheus. (M.Vogt)